In Deutschland ist die Zucht von Tieren verboten, wenn ihre Merkmale Schmerzen, Leiden oder gesundheitliche Schäden verursachen. Das regelt der sogenannte Qualzucht-Paragraf im Tierschutzgesetz (Deutschland) (§11b).
Und trotzdem werden jedes Jahr Katzen gezüchtet, deren Körper von Anfang an für ein Leben voller Probleme gemacht ist.
Flache Gesichter, geknickte Ohren, extrem kurze Beine oder fehlende Körperteile mögen für manche Menschen „süß“ oder „besonders“ wirken. Für die Tiere selbst bedeuten diese Merkmale jedoch oft Atemnot, Schmerzen, Fehlbildungen oder lebenslange Einschränkungen.
Zu den besonders häufig kritisierten Qualzuchten gehören zum Beispiel:
- Scottish Fold – Faltohren durch einen Knorpeldefekt, der schmerzhafte Knochen- und Gelenkveränderungen verursacht
- Munchkin – extrem verkürzte Beine, die zu Wirbelsäulen- und Gelenkproblemen führen können
- Perserkatze – extrem kurzes Gesicht, das Atemprobleme, Augenentzündungen und Schwierigkeiten beim Fressen verursachen kann
- Sphynx – haarlose Zucht, die häufig zu Hautproblemen, Kälteempfindlichkeit und weiteren gesundheitlichen Problemen führt
- Manx – Katzen ohne oder mit stark verkürztem Schwanz, was schwere Wirbelsäulenschäden verursachen kann
Diese Tiere werden nicht krank geboren, weil es „einfach passiert“.
Sie werden krank geboren, weil Menschen genau diese Defekte bewusst weiterzüchten.
Was für uns wie ein besonderes Aussehen wirkt, kann für die Katze ein Leben voller Schmerzen, Einschränkungen und Tierarztbesuche bedeuten.
Deshalb ist Aufklärung so wichtig:
Kein Tier sollte für ein bestimmtes Aussehen leiden müssen.